Ein heißer Weg

Wir fahren weiter in den Iran hinab. Es wird immer heißer! Wir reden uns ein, dass es ja schlimmer sein könnte wenn der Sommer ganz beginnt. Bis wir erfahren: Heißer wird es nicht mehr. Der Sommer ist da!

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An einem Schattenplätzchen suchen wir Erholung von der anstrengenden Fahrt. Gerade als ich mich ein wenig hinlegen möchte, setzt sich eine iranische Familie neben uns und lädt uns ein mit ihnen Mittag zu essen. Dankend nehmen wir an.

Sie sind sehr nett, können aber kaum englisch. Und wir natürlich kaum farsi! Mit Händen und Füßen versuchen wir uns zu unterhalten und bekommen das Telefon mit einer englisch sprechenden Verwandten in die Hand gedrückt.

Jegliche Weiterfahrt vor dem Tee wird verweigert und so verlassen wir nach einer langen Pause und gut gestärkt die Familie mit dem Versprechen, dass wir unbedingt zu ihnen nach Hause nach Fasa kommen müssen. Ein Versprechen, das wir später leider brechen müssen.

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Kurz vor Shiraz schauen wir uns Naqsch-e Rostam an. Die Grabstädten von vier Königen. Sehr beeindruckend.

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Auf der Hotelsuche in Shiraz bemerkt Bjarne, dass Kühlerwasser austritt… Zum Glück ist das erst beste Hotel das Auserwählte und wir gehen gleich einmal auf die Suche nach dem Leck.

Wie wir herausfinden, ist der Ventilator der Übeltäter, der dem Kühler zugesetzt hat. Die Schrauben, die ihn festhalten sollten hat es heraus vibriert und somit hat er langsam aber sicher ein paar winzige Löcher in den Kühler geschabt.

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Zum Glück haben wir einen Zweikomponentenkleber für Metall dabei und können das Problem gleich vor Ort lösen.

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In Shiraz gibt es natürlich wieder viel anzuschauen. Sehr interessant ist die Spiegel Moschee. Sie ist innen mit ganz vielen kleinen Spiegeln verziert und einfach atemberaubend.

Ich komme nur mit Tschador hinein, den ich zum Glück vor Ort ausleihen kann. In der Moschee sind Männer und Frauen getrennt. Somit habe ich einen Ort der Erholung erlebt, an dem auch auf dem Boden sitzend geredet wurde und Bjarne einen Ort, an dem in Stille gebetet wird auch wenn man das Gerede der Frauen hört…

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Leider kommen wir in Persepolis zu einem Feiertag an. Und trotz riesiger Ansammlung vor dem Tor und Unwissenheit selbst der Einheimischen bleibt uns der Zugang verwehrt. Am Feiertag nicht geöffnet!

Selbst als die Einheimischen zu verhandeln beginnen und über den Zaun rufen, dass wir doch von Deutschland bis hier her gefahren sind, bleibt das Tor zu!

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So kommt es, dass wir Persepolis nur von außen über die hohe Mauer betrachten können.

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Weiter Richtung Yazd fahren wir immer mehr durch die Wüste und können wir es kaum glauben, aber es fühlt sich noch ein bisschen wärmer an!

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In der Altstadt finden wir ein wundervolles Hotel und erfüllen uns damit unseren Traum von Tausend-und-einer-Nacht!

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Blick auf unser Hotelzimmer

Die alten Lehmhäuser und Gassen laden wunderbar zum Schlendern ein und erzählen Geschichten von vergangener Zeit und Gegenwart.

 

In einem kleinen Gässchen entdecken wir eine Tür an der wie früher üblich verschiedene Türklopfer für Mann und Frau angebracht sind. Damit keine Frau einem Mann die Türe öffnet oder kein Mann der Frau die Türe öffnet.

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Von Yazd verabschieden wir uns an den Türmen des Schweigens. Eine Grabstätte, die den Zoroastrier als Ort für Himmelsbestattungen gedient hat.

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