Wildes Leben

Von Ulaangom aus geht es auf unserer Motorrad Weltreise weiter Richtung Murun. Die ersten 20 Kilometer sind noch geteert, dann dürfen wir wieder auf die Off-Road-Straße abbiegen!

Kurz darauf fahren wir zum ersten mal in der Mongolei durch einen Fluss! Nicht zu tief, genauso dass es Spaß macht!

Bei unserem ersten Pausenspott erkennen wir leider, dass wir uns fieße Stacheln in die Reifen gefahren haben… Eine leichte Panik bricht aus. Müssen wir jetzt zum ersten mal Reifen flicken?

Wir zupfen fleißig mit der Pinzette jeden noch so kleinen Stachel heraus und nach einer kurzen Strecke sind wir erleichtert: Die Luft bleibt im Schlauch!

Leider erwischt mich der tiefe Sand gelegentlich noch auf dem falschen Fuß und so haben Bjarne und ich an einem Tag jeweils einen Umfaller. Er jedoch weil er nach mir im Rückspiegel sucht…

Allerdings werde ich von Tag zu Tag besser im Gelände und als wir uns dann trauen ein wenig schneller durch den Sand zu fahren, klappt auch das meist ohne Zwischenfälle.

Wir genießen die Landschaft und die Herausforderung auf den Straßen!

Zum Wild campen ist die Mongolei wie geschaffen! Wir finden die schönsten Flecken, an denen wir meist ungestört sind. Und wenn wir manchmal Besuch bekommen ist es meist nett und die Mongolen betrachten uns und unsere Motorräder mit einer Neugier, wie man sie nur von Kindern kennt!

Unterwegs gibt es viele Dörfer, in denen man Essen, Wasser und Sprit kaufen kann. Mit dem Motorrad reicht unser normaler Tank also völlig aus (zumindest auf der Strecke, die wir gefahren sind!). Wir kommen ca. 250km bis fast 300km im Gelände.

Kurz vor Murun macht leider die Batterie von meinem Frosch schlapp… Nach einem kurzen Stop geht nichts mehr. Wir müssen feststellen, dass sich einer der Stopfen von der Batterie gelöst hat und es ist entweder Säure ausgelaufen oder ganz schön viel Wasser verdampft.

Zum Glück halten ein paar nette Einheimische und erklären sich bereit beim Anschieben zu helfen!

DSC_0388

In Murun selbst finden wir leider weder destilliertes Wasser, noch Säure, noch eine passende Batterie. So entschließen wir kurzerhand stilles Wasser einzufüllen in der Hoffnung, dass wir bis Ulaanbaatar kommen!

 

 

One thought on “Wildes Leben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.